Apostelgschichte 2012
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- Zuletzt aktualisiert am Montag, 02. April 2012 10:07
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Pfarre Jedlesee - Maria Loretto, Wien 21
Das Haus der Heiligen Familie – inmitten einem wachsenden Wohngebiet am Rande von Wien. Dank der Zuwanderung konnten Kirchenaustritte kompensiert werden und die Anzahl der Katholiken ist in den letzten zehn Jahren nur leicht zurückgegangen. So ist auch der Kirchenbesuch einigermaßen stabil, unterliegt aber, aufgrund geänderter Lebensgewohnheiten, Schwankungen. Bei der Besiedlung neuer Wohnhäuser versuchen wir jedenfalls Präsenz zu zeigen. |
Wie entwickelte sich die Pfarre in den letzten fünf Jahren?
Mit neuem Schwung ging es in die neue PGR-Periode: neuer Pfarrer (damals noch Provisor); ein junger Pfarrgemeinderat: 50 % neue Mitglieder. Aber bereits nach einem Jahr traf uns ein schwerer Schlag: unser langjähriger, verdienter, stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates verstarb völlig unerwartet. Aufgaben mussten neu verteilt werden, einige ältere Mitarbeiter zogen sich zurück. Manche Bereiche fanden zunächst keine Fortsetzung, konnten aber im Laufe der Periode wieder aktiviert werden, z.B. die Seniorenarbeit.
Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten ist es uns gelungen, die Außenrenovierung der Kirche durchzuführen und die Finanzen des laufenden Haushalts zu konsolidieren. Der Pfarrkindergarten wurde an die St. Nikolaus-Kindertagesheimstiftung der Erzdiözese Wien übergeben. Dies befreit uns von administrativen und ökonomischen Problemen, so dass sich die Pfarre auf die pastorale Betreuung des Kindergartens konzentrieren kann.
Sehr beschäftigt hat uns die Planung des Neubaus bzw. Umbaus des Pfarrhofes, wo wir einige unerwartete Rückschläge hinnehmen mussten.
Wirtschaftliche und administrative Aufgaben sind ein Teil des Pfarrbetriebs. Viel wesentlicher sind jedoch pastorale und spirituelle Aufgaben, in denen wir weiter gewachsen sind. Dank unseres großen musikalischen Potentials gibt es jeden Sonntag modern gestaltete Messen. Besonders eindrucksvoll waren zwei aus unserer Kirche im Fernsehen übertragene Gottesdienste. Gelegenheit zu zeigen, mit welcher Freude wir Gottesdienst feiern. Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinde wurde gestärkt. Ebenso beim musikalischen Höhepunkt dieser Periode: ein gemeinsames Konzert unserer fünf Chöre in der „Langen Nacht der Kirchen“.
Besondere Freude bereitet uns, dass wir als Ausbildungspfarre jedes Jahr mit einem aus unseren Reihen eine Diakon- oder Priesterweihe mitfeiern können. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, dass viele ehemalige „Jedleseer“ in wichtige Aufgaben in der Erzdiözese berufen wurden und dort zu einem positiven Kirchenbild beitragen.
Größere und kleinere caritative Aktivitäten für Menschen unserer Pfarre, aber auch Aktionen über unsere Grenzen hinaus (Ukraine, Sri Lanka, Polen usw.) konnten weitergeführt werden. Auch mit dem nahe gelegenen Seniorenheim der Caritas gibt es eine enge Zusammenarbeit.
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Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Kinder- und Jugendarbeit in der Pfarre. Neben Jungschar und Ministranten gibt es ein starkes pastorales und kulturelles Angebot für Kinder. Kinderwortgottesdienst oder Kinderpredigt einmal jeden Monat, an allen Sonntagen im Advent und in der Fastenzeit, Krippenspiel am Heiligen Abend, Passion für Kinder am Palmsonntag und Auferstehungsspiel am Ostersonntag. An diesen Terminen, besonders im Advent- und in der Fastenzeit, haben wir sehr starke Besucherzahlen (Kinder und Erwachsene). Es ist zu hoffen, dass sich immer wieder Mitarbeiter für diese anspruchsvolle Tätigkeit finden. Kleine Kinder (vier bis acht Jahre) spielen sehr erfolgreich ein Kinderkrippenspiel. Neu ist ein Musical-Projekt für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Danach haben die Kinder die Möglichkeit sich in unserem Jugendchor musikalisch weiter zu entwickeln. Zur Unterhaltung der Kinder gibt es eine Kasperlbühne und einmal im Jahr ein Faschingsfest. So können die Kinder, aber auch etliche Erwachsene in die Gemeinschaft hineinwachsen. |
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Angesichts des umfangreichen Potentials ist es notwendig, unsere räumlichen und finanziellen Ressourcen weiter sicher zu stellen bzw. auszubauen. Unsere besondere Sorge gilt hier der Renovierung des Pfarrhofes. Leider mussten wir unsere Flohmarkt-Aktionen aus personellen Gründen einstellen, und es ist uns noch nicht gelungen Nachfolger zu finden. Dadurch entgehen uns wertvolle Einnahmen für verschiedene Projekte.
Manche Projekte werden sicher gemeinsam mit den Nachbarpfarren – wie schon jetzt im kulturellen Bereich – durchzuführen sein. Angesichts der Veränderungen in der Arbeitswelt wird es immer schwieriger, Mitarbeiter für regelmäßige Tätigkeiten zu gewinnen. Viele Aktivitäten verlagern sich ans Wochenende (z.B. die Erstkommunion-Vorbereitung). Leichter wird es sein, Mitarbeiter für einzelne Projekte zu motivieren.
Trotz aller zu erwartenden Schwierigkeiten in den kommenden Jahren, sind wir zuversichtlich, dass unsere Pfarre ein Ort bleibt, wo Kinder in eine Gemeinschaft hineinwachsen können; wo Jugendliche einen Treffpunkt vorfinden, wo einander Jung und Alt ungezwungen treffen können; wo SeniorInnen gemeinsam Schönes erleben können; wo unterschiedlichste Menschen gemeinsam an Aufgaben arbeiten; wo miteinander Feste gefeiert werden können; wo füreinander Sorge getragen wird; wo man Ängste und Sorgen ausdrücken kann; wo der Glaube an Gott konkrete Auswirkungen hat.
Ein Ort, wo Gott zu den wichtigen Ereignissen im Leben seinen Segen gibt; wo sich regelmäßig eine Gemeinschaft zum Gottesdienst trifft.
Ein Ort, wo Menschen eine Beheimatung finden.
Gut, dass es die Pfarre Jedlesee – Maria Loretto gibt.
Die von den einzelnen Pfarren erzählten Apostelgeschichten werden österreichweit gesammelt und zu einem gemeinsamen Buch gebunden. Dieses Buch wird im Jänner 2012 von Delegierten der Pfarrgemeinderäte in Rom an Papst Benedikt XVI. als Zeugnis für die Lebendigkeit unserer Pfarrgemeinden überreicht.


